Meine Zukunft – was wird sie mir bringen? Wovon ich träume….

Ich sitze an meinem Laptop und schreibe Beiträge in meinen Blog.

Mit zehn Jahren waren meine Rechtschreibung und meine Deutsch Note so schlecht, kein Mensch hätte gedacht, dass ich meine Defizite noch mal aufholen kann. Mein Abschlusszeugnis an der Realschule verhieß nichts Gutes, die Sachbearbeiterin beim zuständigen Arbeitsamt meinte lapidar:

Damit können sie gar nichts machen, nicht mal Verkäuferin!“

Heute würde ich das ungünstige Lernklima und die schlechten Lehrer dafür verantwortlich machen. Denn interessanterweise habe ich gerne gelesen und Sprache konnte mich, und kann mich immer noch, faszinieren. Mit sechzehn Jahren las ich Herman Hesse und mit achtzehn Jahren griff ich zu Goethes Faust, inspiriert durch meine ältere Schwester, die zu dem Zeitpunkt schon Germanistik studierte. In meiner Fantasie schrieb ich in dem Alter schon Kinderbücher und später träumte ich davon Erziehungsratgeber zu schreiben. Tatsächlich fehlte mir aber der Mut und ich hielt es lediglich für Spinnerei. So landete vieles, was in mir Interesse und Lust auslösen konnte, in der Schublade

„Das kannst du nicht! Das sind nur Flausen im Kopf“.

Diese Schublade hat vor allem mein Vater gerne bedient.

Was mir heute Mut macht und warum ich zu schreiben angefangen habe, ist nicht alleine der Tatsache zu schulden, dass ich gewisse Schubladen einfach nicht mehr öffne, also gewisse Gedanken nicht mehr zulasse, sondern auch dem älter werden. Ich genieße mein Alter.

Es fühlt sich gut an, wenn die Angst sich zu blamieren nicht mehr so groß ist. Mir ist es nicht peinlich, wenn meine Texte nicht gut sind, belächelt werden oder gar nicht beachtet.

Scham? Warum sollte ich mich schämen? Weil ich mich als Kind und als Jugendliche so sehr geschämt habe? Wenn ich nur den Mund öffnen sollte, bin ich vor Scham rot angelaufen. Zu große Scham hindert mich in meiner Kreativität und ich bin froh, dass ich diese Behinderung schnell erkannt und mich darüber hinweg setzten konnte.

Ich schreibe noch nicht lange, genau genommen seit Oktober 2016 und musste mir zunächst auch erst mal die Materie aneignen, um einen eigenen Blog schreiben zu können. Lese ich meine Texte mit zeitlichem Abstand erneut, bemerke ich auch, dass meine Ausdrucksweise manchmal noch holprig ist. Trotzdem: ich schreibe gerne, mit Lust und mit ganz viel Themen in meinem Kopf.

Manchmal weiß ich gar nicht womit ich anfangen soll. Und so stelle ich mir meine Zukunft vor: ich schreibe über mich, über meine Erkrankung Fibromyalgie und über ein Leben mit Schmerzen. Ich schreibe, weil es mir gut tut und weil es eine Form der Selbsttherapie für mich ist. Und ich schreibe, weil irgendwann Leserinnen und Leser auftauchen, die meine Texte mögen und kommentieren. Ich schreibe, weil ich überall schreiben kann, egal wo ich mich gerade befinde. Gemeinsam mit meinem Partner möchte ich in Zukunft noch viele Reisen unternehmen und in meiner Fantasie habe ich mein „Büro“ stets dabei. Und ich träume davon irgendwann ein Buch zu veröffentlichen. Natürlich habe ich manchmal auch Angst vor der Zukunft. Ganz aktuell, weil ich zur Zeit kein Einkommen habe und ich mich in meiner Existenz bedroht fühle. Und immer auch wegen der Fibromyalgie. Gegenwärtig komme ich ganz gut klar mit meinen Dauerschmerzen, aber wie soll das werden, wenn ich erst mal 70 oder 80 Jahre alt bin und andere Gebrechen dazu kommen.

Eine Zukunft mit Schmerzen kann und will ich mir nicht vorstellen. Diese Vorstellung verdränge ich sofort!!!