Mein Name ist cliX.

Ich bin ….. blablabla Jahre alt….ich rede nicht gerne über mein Alter. Ich fühle mich so jung wie ich manchmal aussehe. Oder ich sehe viel jünger aus, als ich mich fühle. Es gibt Tage, an denen fühle ich mich erschöpft und sehr alt. Trotzdem hören ich immer wieder: „Das sieht man dir gar nicht an! Du siehst so gesund aus!“ Wenn ich tanze vergesse ich wie alt ich bin und am nächsten Tag fühle ich mich wie eine Hundertjährige .

Ich habe eine Freundin namens fibro, wir zusammen heißen cliXfibro und wie gut wir uns verstehen, darüber möchte ich schreiben.

Meiner Fibromyalgie einen Namen zu geben hat es mir leichter gemacht mich mit ihr anzufreunden. Das macht natürlich nicht nur der Name aus. Dahinter steht der Versuch mich mit mir selbst zu befreunden. Eine gute Freundin zu sein für mich bedeutet vor allem gut für mich zu sorgen, wenn es mir schlecht geht und nicht so streng mit mir zu sein.

Wenn mich meine Schmerzen geradezu wahnsinnig machen, dann ist es Zeit meine Freundin fibro liebevoll in den Arm zu nehmen.

Wir verstehen uns gut. Wir sind unzertrennlich wie Zwillingsschwestern. Wir lieben uns und wir hassen uns. Wie jetzt? Ich liebe meine Krankheit, mein krank sein? Das ist unmöglich! Es gibt keinen Grund eine chronische Erkrankung zu lieben. Jeder Mensch will doch gesund sein oder werden. Ist das nicht so?

Unsere Freundschaft beruht auf radikaler Akzeptanz und liebevollem Umgang miteinander. Selbstzweifel und Schuldgefühle über Bord schmeißen und statt dessen achtsam und wertfrei beobachten lernen, ist ein Motto von mir. Ich weiß wie schwer das ist, denn ich übe es seit vielen Jahren täglich. Und es lohnt ! Es gibt viel unterschiedliche hilfreiche Methoden die mich unterstützen.

Ich habe eine Menge ausprobiert und bin immer noch auf der Suche. Manches hat sich bewert und ist inzwischen fester Bestandteil meines Lebens geworden. Ich verzichte an diese Stelle darauf alles aufzulisten, was genau das ist. Das ist auch nicht möglich, weil fibro Dynamik in mein Leben bringt. Manchmal fühle ich mich wie in einem Kettenkarussell. Das Kreisen in der Luft macht so viel Spaß , ich kann nicht anders: ich lache laut vor Glück !

Gleichzeit ist da Angst es könnte mich aus der Bahn werfen. Lebensfreude und Angst, Spaß und Trauer, Glück und Unglück, Gesundheit und Krankheit – sitzen immer mit im Karussell.

Meine Erfahrung hat mir auch gezeigt:

Ein glückliches Leben ist für mich nicht möglich, wenn ich meine Erkrankung bekämpfe und unbedingt gesund sein möchte.

Das Leben besteht darauf, meine Freundin und mein Feindbild zu sein.“

(Frida Kahlo)