Faszien – verspannt und verklebt

Ich wäre nie von selbst darauf gekommen, aber wahrscheinlich sind die Faszien Schuld an meinen Schmerzen in den Füßen! Meine Physiotherapeutin hat mir den Hinweis gegeben und meine Füße behandelt. Anschließend hat sie mir gezeigt, wie ich sie mit Öl massieren kann, um die Faszien wieder zu entspannen. Seit einer Woche mache ich jeden Abend ein basisches Fußbad mit Natron für eine halbe Stunde und danach massiere ich meine Füße, mit dem Erfolg, dass ich täglich Besserung spüre. Heute war ich sogar für eine halbe Stunde auf dem Laufband.

Großes Dankeschön an meine Physiotherapeutin! Und an meine Ärztin, denn sie hat mir die neue Verordnung gegeben, mit den Worten: “....vielleicht fällt ihr etwas zu Ihren Füßen ein, sie ist doch gut!“. Wie Recht sie hat! In solchen Momenten bin ich glücklich, weil ich mich inzwischen diesbezüglich in guten Händen befinde. Es gibt einige kompetente Menschen um mich herum, denen ich vertraue und die mich unterstützen. Sie sind fachlich exellent und immer empathisch. Meine Physiotherapeutin, sowie meine Ärztin gehören dazu.

Das war nicht immer so. Ich habe eine lange Odyssee  hinter mir, bis ich endlich eine eindeutige Diagnose bekam. Aber mit der Diagnose Fibromyalgie macht man sich bekanntlich auch keine Freunde. Ich weiß nicht wie oft ich den Satz Fibromyalgie? Diese Krankheit gibt es nicht” aus dem Mund eines Arztes oder einer Ärztin gehört habe. Und Physiotherapeuten meinten häufig schulterzuckend: Firomyalgie? Damit kenne ich mich nicht ausich guck mal im Internet nach.”

Heute bin ich zufällig auf einen interessanten Blog gestoßen: eine Ärztin, Dr. De Beer, schreibt über das Thema Fibromyalgie. Sie informiert, gibt ihre Erfahrungen aus der Praxis weiter und bietet ein OnlineTraining an. Ich möchte nicht übertreiben, aber beim Lesen bekam ich fast Herzklopfen, weil ich so aufgeregt war.

Danach habe ich mich gesehnt, das habe ich immer gesucht. Wie hilfreich wäre diese Seite für mich gewesen, wenn es sie zu dem Zeitpunkt, als ich meine Diagnose bekam, gegeben hätte! Deshalb möchte ich hier auf den Blog  aufmerksam machen. Der Blog heißt  fibrocoach und ich hoffe ich kann dazu beitragen, dass viele Menschen mit Fibromyalgie ihn lesen.

Aber zurück zu meinen Faszien! Wie kann es  sein, dass ich in Brasilien, wo ich im Prinzip nur in Havaiannas rum gelaufen bin, gar keine Schmerzen hatte? Und warum habe ich, kaum bin ich in Deutschland und trage feste Schuhe diese heftigen Schmerzen? Meine Füße fühlen sich an, als seien sie wund! Laut meiner Physiotherapeutin sind die Faszien und Sehnen  verspannt, verklebt und gereizt. Die Fußbäder, die Massage und meine neuen himmlisch weichen Schuhe mit Barfußsohle zeigen schon eine positive Wirkung.

Endlich darf ich wieder hoffen, dass ich bald normal laufen, in den Bergen Kretas wandern und tanzen kann 🙂

 

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3 Kommentare

  1. Detlef Schröder

    Harte bis brutale oberflächliche Behandlung bis zu blauen Flecken. Alle möglichen Übungen mit Fascien-Rollen…..
    lauter “oberflächliche” Aktionen.
    Mir kommt das so vor, als versuche man, einen nicht gut gereinigten verklebten und hart gewordenen Pinsel mit einem Bügeleisen wieder fit zu machen.
    Verklebte Fascien/Fasern.
    Warum glaubt man, das von aussen lösen zu können.statt zu fragen, was ist das für en Kleber und woher kommt er ?
    Ich glaube, das ist ganz anders:
    Die ständig anfallenden Abfallprodukte aus dem Stoffwechel, verstärkt bei Übersäuerung müssen ausgeschieden werden über Darm, Urin , Atmung und Haut.
    Unsere “Müllabfuhr ” funktioniert nicht immer perfekt. Was übrig bleibt, wird zunächst im Bindegewebe (Fascien) abgelagert, dann in den Gelenken – auch nicht besser.-
    Also: Statt Bügeleisen, die Müllabfuhr auf Trab brngen.
    Meine Methoden:
    Morgens eine Kapsel Quercetin- ein natürlicher Soff aus der Eiche.
    viel Zitronen, Basen-Kräutertee, häufige lange Vollbäder mit 1 bis
    zwei Beuteln Kaiser-Natron und alles ,was den Stoffwechsel-Abfall
    aus dem Körper bringt

    Auf gute Gesundheit Detlef Schröder

    • Hallo Detlef Schröder,

      zunächst möchte ich mich bei dir entschuldigen, weil ich bisher überhaupt nicht auf deinen Kommentar reagiert habe. Das hat aber nichts mit dem zu tun, was du geschrieben hast, sondern nur mit meinem gesundheitlichen Zustand der letzten Monate. Der war nämlich nicht so gut. Aber so langsam erhole ich mich.

      Jetzt zu deinem Kommentar: ich bin auch der Meinung, dass wir unseren Körper durch Ernährung, Bewegungsmangel und Stress übersäuern können. Wie ich meinen Säure – Basen – Haushalt wieder in ein Gleichgewicht bringen kann, ist mit verschiedenen Methoden möglich und ich glaube da muss jede*r seinen eigenen Weg finden. Ich habe sehr oft in meinem Leben gefastet und ernähre mich hauptsächlich vegan.

      Gleichzeitig kann das Bindegewebe auch von Außen so behandelt werden, dass sich Verklebungen lösen können. Ich bin sogar der Meinung, dass das dringend erforderlich ist. Dies kann zum Beispiel durch eine Lymphdrainagenmassage passieren oder mit Hilfe einer Schröpfmassage. Eine sehr gute Methode ist aber auch das Fazientraining mit der Fazienrolle. Mit eine professionellen Anleitung (im Sportstudio oder durch einen Physiotherapeuten) ist das optimal. Und wenn dabei blaue Flecken entstehen, kann das durch aus mal sein, ist aber nicht die Regel und hat vielleicht auch damit zu tun, dass das Training mit zu viel Verbissenheit durch geführt wurde.

      Ich trainiere mindestens einmal die Woche im Studio mit der Rolle, der kleinen Rolle und dem Ball und manchmal auch zuhause. Die Wirkung ist faszinierend und ich möchte nicht mehr darauf verzichten.
      Selbstverständlich sollte man nicht mit der Fazienrolle arbeiten, wenn man kein gutes Gefühl dabei hat und sich kein Erfolg einstellt. Aber das ist ja mit fast allen Sportarten oder Bewegungen so, oder?

      Liebe Grüße
      CliXie

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