Tagebuch schreiben in der fastenkrise

Mit einer Fastenkrise rechnen

Um trotz meiner Fibromyalgie vital zu bleiben, mache ich jedes Jahr eine Fastenkur – die Krise gehört dazu

Heute geht es mir wirklich nicht gut, denn ich habe eine schlimme Migräne, das ist aber häufig so beim Heilfasten und geht mit einer „Fastenkrise“ einher. Die Fastenkrise beschreibt einen Zustand, den viele Menschen, die schon mal gefastet haben, gut kennen. Meistens sind das der dritte oder vierte Tag. Durch das Entgiften des Körpers und dem Nahrungsentzug fühlt man sich plötzlich schlapp und erschöpft, Kopfschmerzen und andere Schmerzen treten dabei häufig auf und meistens kommt eine emotionale Krise dazu.

Was tun in einer Fastenkrise

Draußen ist es grau und lichtlos und ich habe das „graue Gefühl“, will sagen: ich bin deprimiert und traurig, gereizt und unruhig. Gleichzeitig fühle ich mich total schlapp und bin den ganzen Tag müde. Eigentlich bin ich ja schon darauf eingestellt, denn die Fastenkrise ist ein Teil einer Fastenkur. Trotzdem bin ich heute extrem frustriert. Am meisten fehlt mir mein Kaffee! Deshalb habe ich auch so extreme Kopfschmerzen bekommen. Darauf muss ich verzichten, was mir heute extrem schwer fällt. Zum Glück habe ich keinen Hunger und kein Verlangen nach Essen.

Beim Fasten entgiftet der Körper  und man kann diesen Prozess durch innere und äußere Reinigung unterstützen. Die Entgiftung findet über Darm, Haut und Schleimhäute statt. deshalb kommt mir mein morgendliches Ritual des Ölziehens zu Gute. Danach putze ich mir gründlich die Zähne und benutze meine Nasendusche.

Eine weitere Maßnahme ist die Darmreinigung, die ich jeden zweiten Tag durchführe. Dafür nehme ich mir Zeit und anschließend nehme ich ein Vollbad mit Lavendel. Nach dem baden massiere ich meinen ganzen Körper mit Lavendelöl ein. Meine Stimmung ist danach schon viel besser, ich habe aber immer noch Kopfschmerzen. Mit meinem Akupressurkissen und der Akupressurmatte lege ich mich ins Bett und mache eine meiner Entspannungsübungen. Ich wähle dazu die „Seemeditation“ auf meinem Smartphone. Ich habe mir die CD von Jon Kabat Zinn schon vor mehr als zehn Jahren gekauft und finde sie immer noch wunderschön. Die Stimme ist sehr angenehm und die Anleitung perfekt.

Fibromyalgie – Schmerzen verstärken sich

Mir geht es emotional etwas besser, habe aber immer noch Kopfschmerzen und die Muskelschmerzen von meiner Fibromyalgie sind auch noch viel schlimmer als sonst. Das ist häufig der Punkt, an dem ich gefragt werde, ob das Fasten wirklich das Richtige für mich ist. Aber ich würde keine Fastenkur machen, wenn ich nicht wüsste, dass die Fibromyalgie – Schmerzen hinterher zu mindestens 50 % verringert werden können.

Mit einem leckeren Tee mache ich es mir gemütlich und schreibe Tagebuch. Für mich ein wichtiger Bestandteil während einer Fastenkur. Ich schreibe mir alles von der Seele und empfinde  das als innere Reinigung.

Am Ende meines vierten Fastentags bin ich stolz auf mich, habe aber immer noch grässliche Kopfschmerzen, die sich zu einer heftigen Migräne entwickeln. Entgegen allen Regel des Fastens nehme ich eine Schmerztablette gegen Migräne und lege mich ins Bett.

Morgen ist ein neuer Tag und vielleicht geht es mir dann besser!

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