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Keine Angst vor Fasten mit Fibromyalgie

Fasten mit Fibromyalgie – wie wars?

Ich habe insgesamt vierzehn Tage gefastet und die positive Auswirkung auf meine Fibromyalgie sind enorm. Fasten mit einer chronischen Krankheit wie Fibromyalgie ist eine große Herausforderung. Menschen mit Fibromyalgie haben nicht nur mit dauernden Muskelschmerzen, sondern auch mit massiver Erschöpfung und Müdigkeit zu tun. Es fehlt die Kraft sich für eine Fastenkur zu entscheiden und die Angst, es könnte einem noch schlechter gehen, hält viele Menschen davon ab zu fasten.

Mir ist es dieses Mal nicht schwer gefallen zu fasten, das hat allerdings damit zu tun, dass ich seit vielen Jahren regelmäßig eine Fastenkur mache. Heilfasten ist für mich tatsächlich DAS Mittel gegen Schmerzen, oft sind meine Fibromyalgie – Schmerzen um fast fünfzig Prozent reduziert und dieser Effekt hält sich mehrere Wochen. Weitere Beschwerden wie geschwollene Hände und Füße, Kraftlosigkeit, Erschöpfung, Müdigkeit und Kopfschmerzen sind nicht mehr so massiv. Ich fühle mich vital und lebendig! Nach den ersten zwei Fastentage geht das Hungergefühl weg und der Körper schaltet auf Fettverbrennung wird. Der Stoffwechsel stellt sich um, die Leber kann sich erholen und die Selbstheilungskräfte werden aktiviert.

Fastenbrechen richtig machen

Die Aufbautage sind extrem wichtig und gehören zu einer Fastenkur dazu. Die Erfolge einer Fastenkur sind ganz schnell hinüber, wenn danach gleich wieder normal gegessen wird und man die heiß ersehnte Schokolade ißt. Vielmehr sollte eine Fastenkur zu einer längerfristigen Ernährungsumstellung führen. Ich habe vierzehn Tage gefastet und muss jetzt besonders vorsichtig sein.Der Magen hat sich verkleinert und der ganze Verdauungstrakt ist stillgelegt. Ich möchte die ersten Tage nach dem Fasten vegan essen, aber dafür fehlt mir eine Anleitung. Die meisten Empfehlungen für diese Aufbautage sind nicht vegan und auch nicht glutenfrei. Ich habe beschlossen aus gesundheitlichen Gründen das Gluten für eine Weile weg zu lassen. Also muss ich mir schon für den ersten Aufbautag etwas einfallen lassen.

Fastenbrechen, so wird das Beenden einer Fastenkur häufig genannt, gehört für mich zu den ganz besonderen Momenten beim Fasten. Ich beginne immer mit einem geschälten Apfel. Auch dieses mal habe ich sehr gemischte Gefühle: eigentlich habe ich kein Bedürfnis danach meine Fastenkur zu beenden, ich fühle mich nach wie vor sehr wohl und genieße diesen Zustand nicht essen zu müssen. Ich fühle mich frei und unbeschwert, muss mir weniger Gedanken um Einkaufen und Kochen machen und wenn Essensgerüche meine Nase erreichen, stelle ich fest, dass viele dieser Gerüche eher unangenehm sind. Andererseits bekomme ich beim einkaufen der Nahrungsmittel für meine Aufbautag extreme Lust und mich durchströmt eine Vorfreude.

Fastenbrechen heißt langsam und achtsam essen

Stück für Stück kaue ich so lange, bis der Apfel zu einem Brei gekaut ist. Das ist wichtig, da der Magen sich schonend an die feste Nahrung gewöhnen muss. Mich durchströmt ein solches Glücksgefühl, das ist kaum zu beschreiben und wohl nur denjenigen bekannt, die schon einmal gefastet haben.

Beim essen nehme ich den Apfel viel intensiver wahr: der Geruch des Apfels, der Geschmack und die Konsistenz.

Die nächsten Mahlzeiten müssen gut geplant werden. Der größte Fehler ist, nach dem Fasten wieder ganz normal zu essen. Je länger die Fastenperiode war, desto länger muss auch die Aufbauphase sein. Ich plane dafür fünf Tag ein. Den Apfel esse ich zur Mittagszeit. Am Nachmittag gibt es dann die erste richtige Mahlzeit, die aus einer leichten Gemüsesuppe ohne Fett und Salz, nur mit Gemüsebrühe zubereitet ist. Zwischendurch trinke ich viel Wasser und Tee.

Mein veganer Essensplan für die nächsten Tage

morgens: ein Sojajogurt mit gemahlenen Leinsamen und eine Backpflaume, beides habe ich am Vorabend eingeweicht und einem viertel Apfel. Ich püriere alle Zutaten zu einem schönen Frühstücksbrei.

mittags: Gemüsesuppe vom Vorabend

abends: gekochte Hirse mit gedünsteter Karotten und frischen Kräutern

Die folgenden Tage sehen ähnlich aus, allerdings kommen langsam Gewürze, wenig Salz und gedünstete Zwiebeln und Salat dazu. Ich esse zum Beispiel gerne Pellkartoffeln mit Salat oder einfach Hirse mit Gemüse. Statt Knäckebrot esse ich zur Suppe ein bis zwei Reiswaffeln. Tierische Eiweiße esse ich nicht, da ich seit geraumer Zeit vegan lebe. Zwischendurch trinke ich immer noch mindestens drei Liter Wasser und Tee.

Am meisten freue ich mich auf meinen ersten Cafe Latte! Den trinke ich am liebsten mit Lupinenmilch , weil diese einen zarten Eigengeschmack hat, der meiner Meinung nach, der normalen Milch am nächsten kommt.

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